Schullizenz für Mathe-Apps: Was Schulen bei der Beschaffung beachten müssen
Kernaussage: Die Einführung einer Mathe-App an einer Schule ist mehr als ein Download. Datenschutz, Lehrplan-Kompatibilität, technische Verteilung und pädagogisches Konzept müssen stimmen. Dieser Leitfaden hilft Schulverantwortlichen bei der Evaluation. Lernland wurde für den Einsatz an Schweizer Schulen entwickelt und erfüllt die Anforderungen.
Warum Schullizenzen anders sind als Einzellizenzen
Eine Schule kauft nicht einfach 200 Mal dieselbe App. Es gibt spezifische Anforderungen:
- Zentrale Verwaltung: IT-Verantwortliche müssen die App auf allen Geräten installieren können
- Datenschutz: Schulen verarbeiten Kinderdaten – das unterliegt strengen Regeln
- Pädagogische Passung: Die App muss zum Lehrplan und zur Unterrichtspraxis passen
- Support: Bei Problemen braucht es einen Ansprechpartner
- Kosten: Schulbudgets erfordern kalkulierbare Ausgaben
Kriterium 1: Datenschutz
Schweizer Schulen unterliegen dem revidierten Datenschutzgesetz (DSG) und – bei Verarbeitung von EU-Kinderdaten – der DSGVO. Die Anforderungen:
Wo werden Daten gespeichert?
Apps, die Daten in den USA speichern, sind problematisch. Der Datentransfer in Drittländer erfordert besondere Massnahmen.
Lernland speichert Daten auf EU-Servern (Frankfurt). Das vereinfacht die rechtliche Situation erheblich.
Welche Daten werden erhoben?
Für Kinder sollten nur minimale Daten erhoben werden. Lernland erfasst:
- Vorname (keine E-Mail, kein Nachname erforderlich)
- Klassenstufe
- Lernfortschritt (korrekte/inkorrekte Antworten)
Keine Werbung, keine externen Tracker, kein Profiling.
Auftragsverarbeitung
Wenn ein externer Dienst Daten im Auftrag der Schule verarbeitet, braucht es einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Lernland bietet diesen für Schulen an.
Kriterium 2: Lehrplan-Kompatibilität
Eine Mathe-App nützt wenig, wenn sie nicht zum Unterricht passt. Fragen für die Evaluation:
Welcher Lehrplan liegt zugrunde?
Die meisten Apps im deutschsprachigen Raum orientieren sich an deutschen Lehrplänen. Diese unterscheiden sich vom Lehrplan 21 App.
Lernland wurde auf Basis des Lehrplan 21 App (Ausgabe Zürich) entwickelt. Die Aktivitäten und Schwierigkeitsstufen entsprechen den Schweizer Kompetenzstufen.
Ist die Währung korrekt?
Bei Geldaufgaben sollten Schweizer Franken verwendet werden, nicht Euro. Lernland nutzt CHF.
Passt die Reihenfolge der Themen?
Die Einführung von Einmaleins üben, Brüchen, Dezimalzahlen folgt einer Logik. Diese sollte mit dem Unterricht übereinstimmen.
Kriterium 3: Technische Verteilung
MDM-Kompatibilität
Schulen mit iPad-Klassen nutzen Mobile Device Management (MDM) zur Geräteverwaltung. Die App muss darüber installierbar sein.
Lernland ist über Apple Business Manager (ABM, früher VPP) verfügbar. IT-Verantwortliche können die App zentral kaufen und auf alle Geräte verteilen – ohne dass Schüler selbst installieren müssen.
Offline-Funktionalität
Nicht alle Schulzimmer haben stabiles WLAN. Die App sollte offline funktionieren.
Lernland arbeitet vollständig offline. Die Lernalgorithmen laufen lokal. Bei verfügbarer Verbindung synchronisieren die Daten automatisch.
Geräte-Sharing
Manche Schulen teilen iPads unter mehreren Kindern. Die App sollte mehrere Benutzerprofile unterstützen oder mit Shared iPad kompatibel sein.
Lernland unterstützt mehrere Profile pro Gerät. Jedes Kind loggt sich mit seiner Login-Karte ein.
Kriterium 4: Funktionen für Lehrpersonen
Eine Schullizenz sollte mehr bieten als nur Schüler-Zugang. Lehrpersonen brauchen:
Klassenübersicht
Wer hat geübt? Wer hat Schwierigkeiten? Das Lehrer-Cockpit von Lernland zeigt den Fortschritt aller Kinder auf einen Blick.
Aktivitätssteuerung
Nicht alle Aktivitäten sollen gleichzeitig verfügbar sein. Lehrpersonen können in Lernland festlegen, welche Bereiche freigeschaltet sind.
Export für Standortgespräche
Für Elterngespräche braucht es Dokumentation. Lernland ermöglicht den Export von Lernstatistiken.
Peer-Groups
Kinder können in Niveaugruppen eingeteilt werden. Leaderboards zeigen dann nur die eigene Gruppe – kein demotivierender Vergleich mit viel stärkeren oder schwächeren Kindern.
Kriterium 5: Kosten und Lizenzmodell
Schulbudgets sind begrenzt. Transparente Kostenstrukturen sind wichtig:
Einmalkosten vs. Abo
Manche Apps verlangen eine einmalige Kaufgebühr, andere ein Jahresabo. Abos haben den Vorteil, dass Updates inklusive sind.
Pro Schüler oder pro Schule?
Schullizenzen werden oft pro Schule oder pro Klasse berechnet, nicht pro Schüler. Das macht die Budgetierung einfacher.
Versteckte Kosten
Manche Apps haben In-App-Käufe oder Premium-Funktionen. Für Schulen ist es wichtig, dass alle Funktionen in der Lizenz enthalten sind.
Lernland bietet Schullizenzen mit allen Funktionen inklusive – keine versteckten Kosten, keine In-App-Käufe für Schüler.
Implementierungs-Checkliste
| Phase | Aufgaben |
|---|---|
| Evaluation | Datenschutz prüfen, Lehrplan-Passung bewerten, Testlizenz einholen |
| Entscheidung | Schulleitung/Behörde informieren, Budget freigeben |
| Beschaffung | Lizenz über ABM kaufen, AVV abschliessen |
| Installation | App via MDM verteilen, Login-Karten erstellen |
| Schulung | Lehrpersonen in Cockpit-Nutzung einführen |
| Rollout | Mit einer Klasse starten, dann erweitern |
Warum Lernland für Schulen
Lernland wurde für den Einsatz an Schweizer Schulen entwickelt. Im Überblick:
- DSGVO-konform, Daten in EU (Frankfurt)
- Lehrplan 21 (Ausgabe ZH) als Grundlage
- VPP/ABM-kompatibel für MDM-Verteilung
- Lehrer-Cockpit mit Klassenübersicht
- Keine Werbung, keine externen Tracker
- Vollständige Offline-Funktionalität
- Schweizer Franken bei Geldaufgaben
- Schullizenz mit allen Funktionen inklusive